Schadstoffe Erkennen – bewerten – beseitigen

Um Altlasten und Schadstoffe im Wohnraum zu identifizieren, ist eine Wohnraumbegehung unbedingt zu empfehlen. Sie schafft Sicherheit und hilft, Risiken reduzieren. Eine Wohnraumbegehung von Dipl.-Ing. Rüdiger Weis, Sachverständiger für Baubiologie und Umweltanalytik, umfasst folgende Leistungen: 

  • Erfassung und Dokumentation von Verdachtsmomenten
  • Aufstellen einer auf die Auftraggeber zugeschnittenen Analysestrategie, um Belastungssituationen zu bewerten und Schadstoffquellen zu finden (sofern erforderlich)
  • Beratung über Quellen von Wohngiften, Möglichkeiten zur Verminderung und Alternativen

Die Dauer einer Wohnraumbegehung beträgt zwischen einer und drei Stunden (inklusive Probenahme). Die Kosten der Begehung ergeben sich aus der Dauer vor Ort, der Anfahrtspauschale und den anfallenden Laborkosten.

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Baubiologe Rüdiger Weis: Leistungsspektrum im Bereich Schadstoffe

  • chemische Hausstaub- und Material-Analytik 
  • Raumluftuntersuchungen auf VOC, MVOC, SVOC
  • Raumluftuntersuchung auf KMF
  • Parikelsammlung mit Artbestimmung und Partikelzählung (Feinstaub)
  • Radioaktivität von Baustoffen und Böden
  • Gutachten

Darüber hinaus sind auch orientierende Messungen mittels eines PID (Photo-Ionisations-Detector) zur Quellensuche (ohne Bestimmung der Art der VOC oder MVOC) möglich.

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Weitere Informationen zum Thema Schadstoffe

Fertighäuser als Gesundheitsgefährdung?

Bis in die 90er-Jahre wurden gesundheitsgefährdende Materialien in Fertighäusern verbaut. Noch heute verbergen sich Wohngifte unterschiedlicher Art in Pavillons und Fertighäusern.

 Holzschutzmittel mit Inhaltsstoffen wie PCP (Pentachlorphenol), Lindan (Gamma-Hexachlorcyclohexan) und DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) sind geruch- und farblose Mittel, die dazu genutzt werden, um die Holzoberflächen vor holzzerstörenden oder holzverfärbenden Organismen zu schützen.

Von diesen Schädlingsbekämpfungsmitteln (Bioziden) wurden im Jahr 1988 in der BRD 48.000 Tonnen als Holzschutzmittel verwendet. Der Verbrauch im Jahr 1990 war rückläufig, nun waren es nur noch 34.000 Tonnen Holzschutzmittel. Da Holzschutzmittel nicht amtlich zugelassen werden müssen, gibt es keine genaue Übersicht über die damals verwendeten Produkte. Der Verband der Bauchemie schätzt, dass ca. 700 verschiedene Holzgifte auf 2.500 Produkte verteilt sind.

Eine weitere Belastung, die zu berücksichtigen ist, sind Chloranisole. Hierbei handelt es sich um Abbauprodukte von PCP (oder allgemeiner) um Chlorphenole. Eine Belastung muss hier nicht zwangsläufig auftreten, sie äußert sich durch einen typischen (leicht muffigen) "Fertighausgeruch". Der unangenehme Geruch setzt sich in der Kleidung fest und wird vom Bewohner selbst irgendwann nicht mehr wahrgenommen, für andere kann er jedoch sehr störend sein.

Ein weiterer Bestandteil von Fertighäusern ist Formaldehyd. Das farblose, stechend-säuerlich riechende Gas gehört zu den VOC (Volatile organic compounds, zu Deutsch: leicht flüchtige Stoffe). Es kommt in Spanplatten, Weichfaserplatten, Fußbodenklebern, Teppichen mit Schaumrücken, Parkettversiegelungen, Montageschäume sowie Mineralwolle und Tapeten vor.

PAKs (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) als ein weiterer Bestandteil von Fertighäusern sind ein Gemisch aus mehreren hundert Einzelverbindungen chemischer Stoffe, die z. T. sehr geruchsintensiv sind. PAKs werden und wurden in teer - und pechhaltigen Klebstoffen, Bitumen-Erzeugnissen (teilweise asbesthaltig) und in imprägnierenden Ölen eingesetzt.

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Fertighäuser bieten durch ihre organischen Stoffe ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Mikroorganismen. Sie können Allergien auslösen und auch eine Geruchsbelästigung darstellen. Einige der Schimmelpilze in Innenräumen sind auch stark gesundheitsgefährdend. Mögliche Symptome einer Schimmelbelastung sind neben Allergien und Bronchitis auch Aspergillose, Asthma, Schleimhautreizungen, Leber und Nierenschäden sowie Kopfschmerzen und ein gestörtes Immunsystem.

Asbest: Die stille Gefahr kommt nicht nur in Hausfassaden vor

Asbestprodukte werden in verschiedene Gruppen entsprechend unterteilt:

  • schwach gebundene Asbestprodukte (stark gesundheitsgefährdend): Schaumstoffe, Schnüre, Pappen, Putze, Spritzasbest, Stopfmassen und Kitte
  • fest gebundene Asbestprodukte: z. B. Fußbodenplatten
  • Asbestzement-Produkte: Fassadenverkleidungen, Formteile, Lüftungsrohre, Kamine, Dacheindeckungen etc.

Das gefährlichste aller Asbestprodukte ist die Asbest-Faser. Sie ist krebserzeugend und kann durch ihre Lungengähnlichkeit Asbestose, Mesotheliome oder ein Bronchialkarzinom auslösen.

Künstliche Mineralfaser

Die künstliche Mineralfaser (KMF) ist in z. B. der Glaswolle, Wärmedämmung in Rollladenkästen, der Außenfassade, in Fußböden, im Dachausbau der Trittschalldämmung und in Leichtbauwänden zu finden. Die künstliche Mineralfaser kann kanzerogenes Potenzial (krebserzeugend in der Lunge) besitzen und bei Hautkontakt Juckreiz erzeugen.

Vor dem Vertragsabschluss eines Hauskaufs sollte unbedingt eine entsprechende Analyse durchgeführt werden.

Beispiele aus unserem Alltag im Umgang mit Schadstoffen