Radonbelastung im Wohnraum Radonprüfung für Sachsen

So kommt Radon in Ihr Haus

Wenn Sie eine Belastung durch Radon vermuten oder Ihr Therapeut eine solche diagnostiziert, empfiehlt sich eine umfassende Radonprüfung. Auch im Rahmen des Hausbaus oder bei der Sanierung von alten Gebäuden empfiehlt sich eine solche Analyse durch einen unabhängigen Sachverständigen.

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Bodengas-Beprobung für Neubauten

Bevor Sie mit dem Bau Ihres Traumhauses beginnen, sollten Sie unbedingt eine Beprobung des vorhandenen Bodengases vornehmen lassen. Der zertifizierte Sachverständige für Baubiologie und Umweltanalytik benötigt hierfür einen aktuellen Lageplan des Grundstücks und die Einordnung des geplanten Hauses auf dem Grundstück.

Entsprechend der Empfehlungen zur Beprobung werden fünf Messpunkte im Bebauungsfenster festgelegt und mithilfe von Probelanzen in der empfohlenen Messtiefe von 1 m beprobt. Die gewonnenen Ergebnisse werden dazu genutzt, eine Durchschnittsgröße des Bodengases zu ermitteln. Dieser Mittelwert wird dann für die Planung geeigneter Schutzmaßnahmen herangezogen.

Radongas-Monitoring für die Sanierung im Bestand

Für die Radonanalyse im Rahmen von Sanierungsprojekten arbeitet Baubiologe Rüdiger Weis mit folgenden Verfahren:

  1. Ermittlung einer Radonkonzentration im Kurzzeit-Messverfahren (mittels Dosimeter; Dauer: mindestens vier Tage)
  2. Monitoring über einen Zeitraum von etwa vier Wochen mittels zweier Radonmonitore in zwei Gebäudeebenen (Empfehlung: Kellergeschoss und Erdgeschoss)
  3. Langzeitmessung mit Kernspurdetektor (Messdauer ein Jahr)

Prinzipiell sollten die Messverfahren 1. und 2. mindestens zwei Mal angewendet werden (im Sommer und im Winter). Andernfalls können die jahreszeitlich bedingten starken Schwankungen die Validität der Ergebnisses beeinflussen. Orientierendes Monitoring gibt Auskunft über die realen Belastungswerte, gegebenenfalls können diese Werte durch eine zweite Messung in der Heizperiode verifiziert werden.

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Die anschließende erfolgt anhand der empfohlenen Grenzwerte der Strahlenschutzkommission. Aus der Bewertung der Langzeitmessung ergiben sich Empfehlungen zu Notwendigkeit und Art der Sanierung.

Wichtiger Hinweis: 

Das tägliches und gründliches Lüften kann die vorhandene Gaskonzentration erheblich senken, nicht aber die Konzentration bereits ausgefallener Schwermetalle. Im Falle einer erhöhten Konzentration von Radon genügt normales Fensterlüften also nicht, hier müssen andere Maßnahmen zur Reduzierung ergriffen werden. Vor einem Neubau sollten Sie deshalb unbedingt eine Bodengasmessung durchführen lassen, um zukünftige Belastungen ermitteln und beim Neubau vorsorgliche die Gefährdung reduzieren zu können.

Für Fragen zum Thema Radonanalyse und Bodengasmessung steht Ihnen der Baubiologe, Umweltanalytiker und zertifizierte Radonfachperson Rüdiger Weis gern telefonisch und via Kontaktformular zur Verfügung.

Radon: Wissenswertes über das radioaktive Edelgas

Radon ist das einzige natürliche radioaktive Edelgas, kann deshalb aus den festen Bestandteilen des Bodens in die Luft austreten und sich dort ausbreiten – auch in Ihrem Haus. Das Gas ist wasser- und fettlöslich sowie unauffällig in Farbe, Geruch und Geschmack. Radon-222 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen unter Aussendung von Alpha-Strahlen in seine wiederum radioaktiven Zerfallsprodukte. Diese liegen dann jedoch nicht mehr gasförmig, sondern als Schwermetall vor, das sich an kleine Staubpartikel anlagern kann.

Eine erhöhte Konzentration von Radon (über 1.000 Bequerel/m³) kann Lungenkrebs verursachen und ist nach dem Rauchen am häufigsten für diese Krankheit verantwortlich. Normal ist (je nach Region) eine Durchschnittskonzentration vom 30 – 60 Bq/m³. Eine Empfehlung der deutschen Strahlenschutzkommission erklärt Dauermesswerte von etwa 250 Bq/m³ als schädlich. Die EU-Richtwerte liegen bei 200 Bq/m³ (Empfehlung für Neubauten) und 400 Bq/m³ (Empfehlung für Altbauten).

Neuregelungen im europäischen Strahlenschutz (EU-BSS 2013) geben vor, dass diese Werte bis 2018 in das deutsche Recht eingeführt werden müssen. Eine Orientierung der Gamma-Ortdosisleistung, die durch automatische Systeme gemessen wird, stellt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zur Verfügung.
Bitte beachten Sie, dass dieser Wert lediglich für den genauen Ort der Messstelle zutrifft, er kann nicht für Ihr Grundstück oder Bauvorhaben herangezogen werden.

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